„Kunst kann helfen, kurz Abstand zu einer Situation zu gewinnen.“
August 2026
Dr. Rouven Quick
Partner, Geschäftsführer bei BBL Rechtsanwälte
Ihr macht mit BBL Rechtsanwälte erstmals bei add art mit. Welche Erwartungen verknüpft Ihr damit?
Wir kennen das Format von add art bereits als Gast auf anderen Veranstaltungen und finden den Ansatz, Netzwerkpflege mit der Förderung von Kunst und insbesondere Nachwuchskünstlern zu verknüpfen, sehr spannend. Deshalb freuen wir uns sehr, in diesem Jahr erstmals mit unserer Kanzlei dabei zu sein, und erwarten uns inspirierende Begegnungen, neue Perspektiven und einen offenen Austausch – mit den Künstlerinnen und Künstlern, unseren Gästen und anderen teilnehmenden Unternehmen.
Ihr zeigt dieses Jahr Werke von zwei HAW-Studierenden sowie von einer schon etablierteren Künstlerin, Isabelle Stremme: Wovon habt Ihr Euch bei der Auswahl leiten lassen, was reizt Euch an dieser Mischung?
Uns hat vor allem die Vielfalt der Materialien und Ausdrucksformen angesprochen, die wir mit dieser Auswahl zeigen können – von Keramik und Malerei bis hin zu Film. Die unterschiedliche Haptik und Herangehensweise machen die Ausstellung für uns besonders spannend. Trotz dieser Unterschiede ergänzen sich unseres Erachtens die drei Künstlerinnen und Künstler von der Motivauswahl sehr gut.
Übergeordnet: Worin liegt der besondere Reiz oder auch das Potenzial von Kunst am Arbeitsplatz, wo liegen möglicherweise auch Herausforderungen?
Der besondere Reiz liegt für uns darin, dass Kunst den Arbeitsalltag unterbricht und neue Perspektiven eröffnet. Das erleben wir schon jetzt in der Vorbereitung: Die Auswahl und Platzierung der Werke führen zu interessanten Gesprächen mit den Kolleginnen und Kollegen im Büro. Kunst schafft damit automatisch Austausch – und genau darin sehen wir großes Potenzial.
Gibt es im Alltag einer Kanzlei Momente, in denen der Blick auf ein Kunstwerk weiterhelfen kann?
Ich glaube, Kunst kann dabei helfen, kurz Abstand zu einer Situation zu gewinnen. Im Kanzleialltag sind wir oft sehr analytisch und lösungsorientiert. Ein Blick auf ein Kunstwerk kann einen Moment des Innehaltens schaffen und ermöglichen, eine Fragestellung aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Manchmal hilft genau dieser kleine Abstand, wieder klarer zu sehen.
Inwieweit nimmst Du Dir persönlich hin und wieder Zeit für Kunst und Kultur? Kaufst Du auch privat Kunst?
Kunst und Kultur sind für mich auch privat wichtig. Ich besuche gern Ausstellungen und versuche auch, meinen Kindern Kunst näher zu bringen. Wir haben zu Hause eine bunte Kunstsammlung mit einer Mischung aus Malerei und Fotografien bekannter Künstler, Werken von befreundeten Künstlerinnen und Künstlern – und natürlich denen unserer Kinder.
Welcher Künstler bzw. welche Künstlerin oder welches Kunstwerk inspiriert Dich persönlich ganz besonders, und warum?
Zu den Künstlern, deren Arbeiten ich besonders schätze, zählen Alex Katz und Imi Knoebel. Ich mag die Reduzierung auf Form, Fläche und reine Farbe sowie klare Konturen – keine Erzählung, kein Motiv im klassischen Sinn, sondern Wahrnehmung als eigentliches Thema.
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